Bei einer 40-Stunden-Woche hat ein Monat durchschnittlich 173 bis 174 Stunden. Für 35-Stunden-Wochen sind es 152 Stunden, für 30-Stunden-Wochen rund 130 Stunden. Die genaue Zahl hängt vom Monat, Ihrem Bundesland und den Feiertagen ab.
Geprüfte Informationen
Alle Angaben basieren auf dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG), aktuellen Tarifverträgen und dem BAG-Urteil zur Zeiterfassungspflicht (2022). Letzte Prüfung: Mai 2025.
Die kurze Antwort: So viele Stunden hat ein Monat
Direkte Antwort Featured Snippet
Ein Monat hat bei einer 40-Stunden-Woche durchschnittlich 173,3 Stunden. Bei 35 Stunden pro Woche sind es 152,25 Stunden, bei 30 Stunden rund 130,5 Stunden. Diese Werte gelten vor Abzug von Feiertagen.
Diese Zahlen sind Durchschnittswerte. Ein konkreter Monat etwa der Februar mit weniger Tagen oder der Oktober mit vielen Feiertagen in Bayern kann davon abweichen. Wie Sie den exakten Wert für Ihren Monat berechnen, zeigt der nächste Abschnitt.
Monatsstunden berechnen: Die Formel mit Faktor 4,35
Die Grundlage jeder Monatsstunden-Berechnung ist der Faktor 4,35. Er erscheint in jedem Lohnbüro, in jedem Gehaltsrechner und die meisten Menschen wissen nicht, woher er kommt.
Das Jahr hat 52 Wochen. Geteilt durch 12 Monate ergibt das 4,333 Wochen pro Monat aufgerundet auf 4,35. Dieser Faktor gilt in der deutschen Lohnabrechnung als Standard.
Drei Rechenbeispiele
Wochenstunden
Rechnung
Monatsstunden
Jahresstunden
40 Stunden
40 × 4,35
174,0 h
2.080 h
35 Stunden
35 × 4,35
152,3 h
1.820 h
30 Stunden
30 × 4,35
130,5 h
1.560 h
Wichtig
Wichtig: Der Faktor 4,35 gibt den Durchschnitt an. Ein konkreter Monat kann je nach Lage der Arbeitstage 19 bis 23 Werktage haben. Für die exakte Abrechnung zählen die tatsächlichen Arbeitstage.
Monatsstunden Tabelle: 30, 35, 38 und 40 Stunden Woche im Vergleich
Diese Tabelle zeigt alle gängigen Arbeitszeitmodelle auf einen Blick. Sie deckt Vollzeit, Tarifzeit, und die häufigsten Teilzeitvarianten ab.
Modell
Std./Woche
Std./Monat (Ø)
Std./Jahr
Arbeitstage/Monat (Ø)
Teilzeit Basis
20 h
87,0 h
1.040 h
~10,9
Teilzeit Standard
25 h
108,8 h
1.300 h
~13,6
30-Stunden-Woche
30 h
130,5 h
1.560 h
~16,3
35-Stunden-Woche
35 h
152,3 h
1.820 h
~19,0
Tarif Metall/Handwerk
37,5 h
163,1 h
1.950 h
~20,4
Tarif IG Metall
38,5 h
167,5 h
2.002 h
~20,9
Vollzeit Standard Vollzeit
40 h
174,0 h
2.080 h
~21,7
Vollzeit Plus
42 h
182,7 h
2.184 h
~22,8
✅ Alle Werte basieren auf dem Faktor 4,35 und stellen Durchschnittswerte dar. Tatsächliche Monatsstunden variieren je nach Monat, Feiertagen und Bundesland.
Wie viele Stunden Vollzeit im Monat? (40-Stunden-Woche)
Wer in Deutschland Vollzeit arbeitet, hat in den meisten Fällen eine vertraglich vereinbarte 40-Stunden-Woche. Das ergibt im Monatsdurchschnitt 174 Sollstunden. Im Jahr summiert sich das auf 2.080 Stunden.
Manche Tarifverträge etwa in der Metall- und Elektroindustrie sehen eine Vollzeit von 38,5 Stunden vor. Dort liegt der Monatsdurchschnitt bei 167,5 Stunden. Für die Gehaltsabrechnung ist immer der vertraglich vereinbarte Wert maßgeblich, nicht der Branchendurchschnitt.
35-Stunden-Woche: Wie viele Stunden im Monat?
Bei einer 35-Stunden-Woche beträgt die monatliche Sollarbeitszeit 152,25 Stunden. Dieses Modell ist in einigen deutschen Tarifbereichen verbreitet zum Beispiel in Teilen des Handels und des öffentlichen Dienstes. Gegenüber einer 40-Stunden-Woche sind das fast 22 Stunden weniger pro Monat.
30-Stunden-Woche: Monatsstunden für Teilzeitkräfte
Die 30-Stunden-Woche ist das beliebteste Teilzeitmodell in Deutschland besonders bei Eltern in der Elternzeit und bei Pflegenden, die Angehörige betreuen. Monatlich ergibt das 130,5 Sollstunden. Das entspricht 75 % einer Vollzeitstelle.
Warum variieren die Monatsstunden je nach Bundesland?
Ein Arbeitnehmer in Bayern arbeitet im Jahr weniger Stunden als sein Kollege in Bremen — obwohl beide dieselbe Wochenstundenzahl im Vertrag haben. Der Grund: Feiertage sind Ländersache in Deutschland.
Bayern hat mit bis zu 13 gesetzlichen Feiertagen die meisten in Deutschland. Berlin und Brandenburg kommen auf 9 bis 10. Jeder Feiertag, der auf einen Werktag fällt, reduziert die tatsächlichen Arbeitsstunden des Monats.
Bundesland
Gesetzl. Feiertage/Jahr
Auswirkung bei 40h/Woche
Bayern
13 Tage
–104 h/Jahr
Baden-Württembergen
12 Tage
–96 h/Jahr
NRW
11 Tage
–88 h/Jahr
Hessen
11 Tage
–88 h/Jahr
Hamburgnden
10 Tage
–80 h/Jahr
Berlin
10 Tage
–80 h/Jahr
Bremen
9 Tage
–72 h/Jahr
💡 Praxis-Hinweis: Fällt ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, wird er nicht als Werktag angerechnet. Er verfällt ohne Ausgleich es sei denn, ein Tarifvertrag regelt etwas anderes.
Für Arbeitgeber in der Lohnabrechnung bedeutet das: Die monatlichen Sollstunden müssen immer mit dem aktuellen Kalender des jeweiligen Bundeslands abgeglichen werden. Pauschal 174 Stunden anzusetzen kann zu Fehlern in der Überstundenabrechnung führen.
Sollstunden pro Monat: Was Arbeitgeber und Arbeitnehmer wissen müssen
In der Arbeitszeiterfassung unterscheidet man zwei Werte, die oft verwechselt werden:
Sollstunden
Vertraglich vereinbarte Stunden
Ist-Stunden
Tatsächlich geleistete Stunden
Die Differenz aus Ist- und Sollstunden ergibt entweder Überstunden (Ist > Soll) oder Minusstunden (Ist < Soll). Beides hat direkte Auswirkungen auf Lohnabrechnung und Arbeitszeitkonto.
Wie werden Sollstunden im Monat korrekt berechnet?
Statt des pauschalen Faktors 4,35 zählt für die exakte Abrechnung die Anzahl der tatsächlichen Arbeitstage im Monat:
Der Faktor 4,35 eignet sich gut für Jahresplanungen und pauschale Vergleiche. Für die monatliche Gehaltsabrechnung zählt immer der konkrete Kalender.
⚠️ Gleitzeit-Hinweis: Wer mit Gleitzeitkonto arbeitet, muss Überstunden nicht monatlich ausgleichen. Sie werden auf dem Zeitkonto gesammelt und können als Freizeitausgleich genommen werden — sofern der Tarifvertrag dies erlaubt.
Minijob und Monatsstunden: Wie viele Stunden bei 538 Euro?
Für Minijobber gelten besondere Regeln. Die 538-Euro-Grenze begrenzt nicht direkt die Stundenzahl sie begrenzt jedoch den Verdienst. Daraus ergibt sich eine indirekte Stundenbegrenzung, die viele Minijobber überrascht.
538-Euro-Grenze (2025)
Gesetzlicher Mindestlohn (2025)
Maximale Stunden pro Monat
Maximale Stunden pro Woche (Ø)
Die Rechnung: 538 € ÷ 12,41 €/h = 43,35 Stunden pro Monat. Bei einer 5-Tage-Woche sind das rund 2 Stunden täglich. Wer mehr verdient oder einen höheren Stundenlohn bekommt, muss die Stunden entsprechend kürzen, um unter der Grenze zu bleiben.
Achtung bei Mindestlohnerhöhungen: Steigt der Mindestlohn, sinkt automatisch die maximale Stundenzahl für Minijobber. Ab Januar 2025 gilt ein Mindestlohn von 12,82 €/h dann sind es noch maximal 41,9 Stunden pro Monat.
Wer die 538-Euro-Grenze regelmäßig überschreitet, rutscht in einen Midijob (538 € bis 2.000 €). Dort gelten reduzierte Sozialversicherungsbeiträge — aber kein vollständiger Freistellungsstatus mehr.
📊 Monatliche Arbeitszeit direkt berechnen
Statt zu rechnen: Geben Sie einfach Startzeit, Endzeit und Pausen ein. Der Rechner zeigt Ihnen sofort Ihre Monatsstunden, Ihre Sollstunden und Ihren Verdienst.
Gesetzliche Regelungen zur Arbeitszeit in Deutschland (ArbZG)
Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) setzt die Grenzen unabhängig davon, was im Arbeitsvertrag steht. Ein Vertrag kann keine gesetzlichen Mindestrechte unterschreiten. Hier sind die wichtigsten Regeln, die die monatliche Arbeitszeit direkt betreffen.
Regelung
Was das ArbZG sagt
Status
Tägliche Höchstarbeitszeit
8 Stunden regulär, maximal 10 Stunden (§ 3 ArbZG)
Gesetzlich verpflichtend
Tägliche Höchstarbeitszeit
48 Stunden im Durchschnitt über 6 Monate
Gesetzlich verpflichtend
Pause ab 6 Stunden Arbeit
Mindestens 30 Minuten (§ 4 ArbZG)
Gesetzlich verpflichtend
Pause ab 9 Stunden Arbeit
Mindestens 45 Minuten (§ 4 ArbZG)
Gesetzlich verpflichtend
Ruhezeit zwischen zwei Schichten
Mindestens 11 Stunden (§ 5 ArbZG)
Gesetzlich verpflichtend
Arbeit an Sonn- und Feiertagen
Grundsätzlich verboten mit Ausnahmen (§ 9 ArbZG)
Mit Ausnahmeregelungen
Maximale Arbeitsstunden pro Monat laut Gesetz
Das ArbZG benennt keine direkte Monatsobergrenze. Sie ergibt sich aber aus den Tages- und Wochengrenzen. Bei 22 Arbeitstagen mit je maximal 10 Stunden ergibt sich eine theoretische Obergrenze von 220 Stunden pro Monat. Dauerhaft erlaubt sind jedoch nur 48 Stunden pro Woche — das entspricht rund 208 Stunden monatlich.
Zeiterfassungspflicht: Was seit dem BAG-Urteil 2022 gilt
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat im September 2022 entschieden: Arbeitgeber sind verpflichtet, die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten systematisch zu erfassen und zwar täglich. Dieses Urteil basiert auf einer EU-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) aus dem Jahr 2019.
📋 Was das für Arbeitnehmer bedeutet: Sie haben das Recht, eine lückenlose Aufzeichnung ihrer Arbeitszeiten zu verlangen. Überstunden müssen dokumentiert sein, um ausgezahlt oder in Freizeit ausgeglichen werden zu können. Ohne Nachweis ist ein späterer Anspruch schwer durchzusetzen.
Ein Gesetz zur Umsetzung dieser Pflicht das sogenannte Arbeitszeitgesetz-Reform ist in Deutschland noch in der politischen Diskussion (Stand: Mai 2025). Die BAG-Pflicht gilt jedoch bereits jetzt aufgrund direkter EU-Rechtswirkung.
Wie viel Arbeitsstunden hat ein Monat bei Vollzeit?
Bei einer 40-Stunden-Woche hat ein Monat durchschnittlich 173,3 Stunden. Die Formel: 40 Stunden × 4,35 = 174 Stunden. Je nach Anzahl der Arbeitstage und Feiertagen liegt der konkrete Monatswert zwischen 160 und 184 Stunden.
Wie berechne ich meine Monatsstunden?
Nettoarbeitszeit = Endzeit minus Startzeit minus PausMultiplizieren Sie Ihre Wochenstunden mit dem Faktor 4,35. Beispiel: 40 h × 4,35 = 174 Stunden. Für eine exakte Monatsberechnung zählen Sie die tatsächlichen Arbeitstage und multiplizieren diese mit Ihren täglichen Arbeitsstunden.enzeit. Bei einer Schicht von 08:00 bis 17:00 Uhr mit 30 Minuten Pause ergibt das 8 Stunden 30 Minuten. Entscheidend ist, tatsächliche Pausen zu erfassen, nicht Schätzwerte.
Was ist der Faktor 4,35 und woher kommt er?
Der Faktor 4,35 entsteht aus 52 Wochen ÷ 12 Monate = 4,333 kaufmännisch auf 4,35 gerundet. Er ist der Standard in der deutschen Lohnabrechnung zur Umrechnung von Wochen- auf Monatsstunden.
Wie viele Stunden sind 30 Stunden Woche im Monat?
Bei einer 35-Stunden-Woche beträgt die monatliche Arbeitszeit 152,25 Stunden (35 × 4,35). Dieses Modell ist typisch für Tarifverträge in der Metallindustrie und Teilen des Handels.
Wie viele Arbeitstage hat ein Monat im Durchschnitt?
Bei einer 5-Tage-Woche hat ein Monat durchschnittlich 21,7 Arbeitstage. Je nach Monat und Bundesland liegt die tatsächliche Zahl zwischen 19 und 23 Tagen. Der Februar ist typischerweise kürzer, der März und Oktober haben oft mehr Arbeitstage.
Zählen Feiertage als Arbeitsstunden?
Nein. Gesetzliche Feiertage, die auf einen Werktag fallen, werden nicht als geleistete Arbeitsstunden gezählt. Der Arbeitnehmer hat dennoch Anspruch auf sein reguläres Gehalt. Die Sollstunden des Monats reduzieren sich um die entsprechenden Feiertagsstunden.
Wie viele Stunden darf man maximal pro Monat arbeiten?
Das ArbZG begrenzt die tägliche Arbeitszeit auf maximal 10 Stunden. Bei 22 Arbeitstagen ergibt das ein Maximum von 220 Stunden pro Monat. Dauerhaft erlaubt sind jedoch nur 48 Stunden pro Woche — das entspricht ca. 208 Stunden monatlich.
Was sind Sollstunden und wie unterscheiden sie sich von Ist-Stunden?
Sollstunden sind die vertraglich vereinbarten Arbeitsstunden pro Monat. Ist-Stunden sind die tatsächlich geleisteten Stunden. Die Differenz ergibt Überstunden (Ist > Soll) oder Minusstunden (Ist < Soll).
Wie viele Stunden darf ein Minijobber pro Monat arbeiten?
Sollstunden sind die vertraglich vereinbarten Arbeitsstunden pro Monat. Ist-Stunden sind die tatsächlich geleisteten Stunden. Die Differenz ergibt Überstunden (Ist > Soll) oder Minusstunden (Ist < Soll).
